Glossar zur Texturanalyse

GLOSSAR MIT BEGRIFFEN ZUR TEXTURANALYSE

Reibungskoeffizient

Das Verhältnis der Kraft, die erforderlich ist, um eine Fläche über eine andere zu bewegen, zur gesamten Normalkraft, die auf diese Flächen aufgebracht wird.

Stauchprüfung
Die Probe wird mit einer Sonde größerer Fläche als die der Probe „gestaucht“.

Kriechprüfung
Die Probe wird bis zu einer bestimmten Zielbelastung und über eine vorgegebene Zeitspanne gestaucht. Das Messgerät bewegt sich, um die Zielbelastung aufrechtzuerhalten. Die zurückgelegte Distanz dient als Kennzahl für die Elastizität der Probe.

Verformung
Die Veränderung der Höhe einer Probe, wenn eine Kraft darauf ausgeübt wird.

Ermüdungsprüfung
Die Prüfung wird in Zyklen durchgeführt, um die Erholungseigenschaften der Probe beurteilen zu können.

Extrusionsprüfung
Die Probe wird gestaucht, bis sie über eine Auslassöffnung ausfließt. Bei der Texturanalyse wird sowohl die Methode der Vorwärtsextrusion (Probe wird durch eine Öffnung gedrückt) als auch die der Rückextrusion (Probe wird über den Stempelrand zurückgedrängt) angewendet.

Wägezelle
elektromechanische Vorrichtung zum Aufzeichnen der mechanischen Reaktion der Probe.

Mehrpunktanalyse
Analyse der Probeneigenschaften durch Verwendung mehrerer Eindringpunkte, um einen querschnittartigen Überblick zu erhalten.

Eindringprüfung
Die Probe wird mit einer Sonde kleinerer Fläche als die der Probe „durchdrungen“. Dabei treten sowohl Scher- als auch Stauchungskräfte innerhalb der Probe auf, die wichtige Hinweise auf die Härte und Konsistenz des Produktes liefern.

Scherprüfung
Dabei wird die Probe mit Klingen oder Drähten durchschnitten, um durch das Aufbringen einer Kombination aus Stauch-, Scher- und Zugkräften deren Profileigenschaften in Abhängigkeit von der Geometrie der Schnittvorrichtung zu beurteilen.

Knickprüfung
Dieser Test wird verwendet, um die Bruch- und Biegeeigenschaften von Festkörpern zu beurteilen, die an beiden Enden eingespannt und in der Mitte komprimiert werden.

Spannungsrelaxation
Die Probe wird bis zu einer bestimmten Zieltiefe und über eine vorgegebene Zeitspanne gestaucht. Die Probe erholt sich unter konstanter Spannung. Anhand der Geschwindigkeit und des Grades der Entspannung werden Eigenschaften wie Elastizität und Frische der Probe bestimmt.

Zieleinheit
Eine definierte Belastung, Distanz oder prozentuale Verformung, nach deren Überschreiten der Textur-Analysator stoppt und die Aufzeichnung beendet.

Zugprüfung
Die Probe wird an der Basis und am Laufbalken des Textur-Analysators befestigt und durch eine Aufwärtsbewegung „gestreckt“.

Textur-Profil-Analyse
Ein in der Lebensmittelindustrie entwickeltes Verfahren, bei dem die mechanischen Eigenschaften einer Probe durch die Auswahl einachsiger Kompressionszyklen beurteilt werden. Die Probe wird ab einem einzelnen Auslösepunkt in zwei aufeinanderfolgenden Zyklen mit konstanter Geschwindigkeit dem Test unterzogen, woraus sich sieben sensorische Grundeigenschaften ableiten lassen.

Auslöser
Belastung, anhand derer festgestellt wird, wann die Sonde mit der Probenoberfläche in Berührung gekommen ist.

Viskoelastizität
Darunter versteht man ein Materialverhalten, das sowohl elastisch als auch viskos ist. Diese Stoffe vereinen die Eigenschaften von Feststoffen und Flüssigkeiten. Mit Hilfe der Texturanalyse wird das Verhältnis von viskosem zu elastischem Element bestimmt.